Kommentare:
- Das Wort hat das Wissen des Geistes, das Wort ist das Licht des Geistes, das Wort ist die Zunge des Geistes, das Wort ist der Anfang des Geistes, das Wort ist das Ende des Geistes, das Wort ist die Residenz des Geistes, das Wort ist das Zentrum des Geistes (Amar Sabri Ahmad).
- In meinen Bildern bediene ich mich der auch heute noch kaum entschlüsselten sumerischen Schriftzeichen und transferiere sie mit modernen Mitteln in unsere heutige Welt (Amar Sabri Ahmad).
- Ich begreife meine Situation zugleich als Chance und Verpflichtung, zwischen den verschiedenen Kulturen und Denkgewohnheiten zu vermitteln. Ich glaube fest daran, dass Kunst (in allen Bereichen und in einem weiten Sinn) und Musik die Sprache sind, die die Menschen und ihren Planeten zum Frieden führen kann (Amar Sabri Ahmad).
- Das Wort donnert, die Farbe inspiriert, und daher verstößt das Bild gegen die Einschränkung und gibt den Betrachtern eine Beziehung zwischen dem Ich und der Außenwelt, die aus Stimmen und Bedächtigkeiten besteht, so dass diese Beziehung keine Grenze, bei der der menschliche Wesenheitsexistentialismus versperrt wird, sonder ist sie eine entwickelte Beziehung, mit der die Wesenheit ihre Existenz in der Gegenwart spürt (Amar Sabri Ahmad).
- Der Kunstsinn ist das erste Prinzip des Erscheinungsbildes vielmehr ist er die Klarstellung des künstlerischen Inhaltes, wobei es für jedes Erscheinungsbild ein Prinzip gibt, welches ein Geschmack für dieses Erscheinungsbild ist, und da das Geschmack mit dem Erscheinungsbild verbindet ist, gibt es in der Malerei kein Einsehen ohne Geschmack desgleichen gibt es kein Geschmack ohne Einsehen (Amar Sabri Ahmad).
- Die Aufnahmefähigkeitsprache des Ichs und des Existentialismus bildet sich nicht, wenn die Wörter geschrieben werden, oder wenn der Pinsel mit den Farben tanzt. Vielmehr brach sie schon die Phase der Leidenschaftsbefriedigung in der Schwungidentifizierung des Ichs und des Existentialismus durch, die mit sich die Wörter und die Stromlinienförmigkeit der Farben erschafft, und damit steht das künstlerische Bild in identifizierten Kreativitäten, welche seine Bestandteile aus dem Bild der Gelegenheit und aus dem Purzelbaum and dem Identifizieren des Ichs und seinem Zicksack in den Empfindungen und auch
aus der Abspiegelung der zeit and der Örtlichkeit, die die Gefühle des Künstlers sich im Zentrum seiner Ideologie und im Wesen seines Sinnes
stauen, sodann erzeugt sie ein kreatives Material in einem sensiblen psychologischen Gewand, das die Beschränkungen und die Mauer übergeht
und fahrt hinweg in die Welt der Ungewöhnlichkeit und die Abzeichen der Gefühle unter einem freien Dach. Und so wird das künstlerische Bild kein Abschreiben für die Wirklichkeit und den Außentatbestand, sondern ist sie eine Gefühlfracht, die aus dem Schmelzen der Anwesenheit in der Phantasie des Künstlers auf dem künstlerischen Material abgearbeitet wird (Amar Sabri Ahmad).
- Amar Ahmad stammt aus Bagdad und damit aus dem geschichtsreichen Zweistromland an Euphrat und Tigris. Es nimmt daher nicht Wunder, dass er auf der Suche nach den kulturellen Ursprüngen seines Herkunftslandes auf die reiche, gleichzeitig uralte sumerische Tradition stieß. Mit ihr beschäftigt sich der Künstler seit mehr als 10 Jahren intensiv in der Gestaltung von Bildern. Sein malerisches Können baute er begleitend zu seinen Studien in Statistik und zu seiner wissenschaftlichen Laufbahn im Irak, in Jordanien wie in Deutschland auf. In seinen Bildern bedient Amar Ahmad sich der auch heute nur teilweise entschlüsselten sumerischen Schriftzeichen und transferiert sie mit modernen Mitteln in unsere heutige Welt. Die Entwicklung der Schrift zählte zu den zivilisatorischen Glanzleistungen des alten Sumers.
Die Schriftzeichen werden von Amar Ahmad auf farbigen, verschiedenfach bearbeiteten und strukturierten Hintergründen aufgebracht, ja gleichsam eingeritzt, wie dies ehemals auf den Lehmplatten geschah. Die Zeichen selbst bestechen allein durch ihre Formen, ihre Bildhaftigkeit und ihr dekoratives Erscheinungsbild.
Zudem werden diese Zeichen mit dem soweit heute bekannten Kontext bzw. ihrer Bedeutung verbunden und gezielt auf der Bildfläche angeordnet.
Amar Ahmad transferiert somit Schriftzeichen einer Hochkultur, deren Aufbau vor ca. 6000 Jahren derart beeindruckend gelang, in die moderne Zeit und erfüllt sie mit neuem Leben, mit neuer Farbe. Er begreift seine persönliche Situation als besondere Chance und Verpflichtung, er möchte mit seinen Bildern zwischen den verschiedenen Kulturen und Denkgewohnheiten vermitteln. Er glaubt dabei fest daran, dass die Kunst - in allen Bereichen und im weiten Sinne - sowie die Musik Sprachen sind, die die Menschen auf dem Planeten "Erde" zur Verständigung und zum Frieden führen können. Seine Bilder verknüpfen auf neuartige Weise die Qualität des Wortes mit der Ausdruckskraft eines gemalten Bildes, die Vergangenheit mit der Gegenwart, die Ausdrucksweise einer alten Hochkultur mit der Moderne (Herrman Schifferer, Europäisches Patentamt).